Fast 800 Personen aus mehr als zehn Ländern trafen sich am Auffahrtswochenende im niederländischen Amersfoort für die CMERK – die Mennonitische Europäische Regionalkonferenz. Die Schweiz war mit Personen aus der Hälfte der vierzehn Schweizer Mennonitengemeinden gut vertreten. Sieben Teilnehmende schauen zurück auf eine Konferenz voller Begegnungen, Austausch und bewegender Momente.
«Es braucht Pfarrerinnen wie dich»
Seit zwei Jahren arbeiten Sarah Botha und Joanne Schardt unterdessen als Pastorinnen in Mennonitengemeinden in der Schweiz, Sarah bei der Alttäufergemeinde Emmental und Joanne bei der Evangelischen Menonitengemeinde Sonnenberg. Beide sind Quereinsteigerinnen in der täuferischen Tradition – und bringen einen eigenen Blick mit. Im Interview erzählen sie von ihrem Weg, ihrem Alltag und davon, was ihnen in ihrer Arbeit wichtig ist.
CMERK 2026: «Wir brauchen einander – gerade wegen unserer Verschiedenheit»
Widerstand gegen den Strom, Raum für Klage, neue Hoffnung und gelebte Solidarität: Die CMERK 2026 in Amersfoort bot weit mehr als Begegnungen über Ländergrenzen hinweg. Jürg Bräker blickt auf zentrale Gedanken und Erfahrungen zurück, die ihn während der Konferenz bewegt haben.
Bayanihan beim MWK-Renewal 2026: Lasten teilen, Hoffnung teilen
Im März 2026 fand in Lumban, Laguna die vorletzte Feier der MWK-Dekade «Renewal 2028» statt. Jürg Bräker, Generalsekretär der Konferenz der Mennoniten der Schweiz und Mitglied des MWK-Exekutivkomitees, und Raphaël Burkhalter, Jugendpastor der MJKS und Europa-Delegierter im Komitee der YABs, berichten was der philippinische Begriff Bayanihan – Lasten und Hoffnung gemeinsam tragen – für die weltweite täuferische Gemeinschaft bedeuten kann.
Die Tragödie der Aufrüstung
Aufrüsten für den Frieden – diese Logik klingt vertraut, hat aber ihren Preis. Während Rüstungsbudgets weltweit steigen, werden Entwicklungshilfe und humanitäre Unterstützung massiv gekürzt. Salomé Richir-Haldemann fragt, wo echte Sicherheit beginnt – und was Christinnen und Christen dem entgegensetzen können.
Neues Zivildienstgesetz: Gewissensfreiheit nicht einschränken
Am 14. Juni stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über verschiedene Verschärfungen des Zivildienstgesetzes ab. Diese wurden im Herbst vom Parlament beschlossen, wogegen eine breite politische Allianz erfolgreich das Referendum ergriffen hat. Der Vorstand der Konferenz der Mennoniten der Schweiz empfiehlt, die Verschärfungen abzulehnen und damit eine Einschränkung der Gewissensfreiheit zu verhindern.
















