Sieben Lieder, live aufgenommen mit einer Gruppe von Musiker:innen aus der Mennonitengemeinde Schänzli: Mit «Live Community Session 2» zeigt Songs of Peace, wie ihre Musik im Gottesdienst gemeinsam gesungen und gestaltet werden kann.
«Live Community Session 2» heisst die neuste EP von Songs of Peace, dem friedenskirchlichen Musikprojekt mit täuferischen Wurzeln. Die EP enthält sieben Songs. Sie wurden im vergangenen Sommer gemeinsam mit Menschen aus der Evangelischen Mennonitengemeinde Schänzli live aufgenommen. Derzeit werden die Songs im Wochenrhythmus einzeln veröffentlicht – und sie sind nicht nur zu hören, sondern auf YouTube auch zu sehen.

Live aufgenommen – für den Einsatz im Gottesdienst
Die Songs gibt es alle bereits als Studio-Version. Im Unterschied dazu sind die neuen Live-Versionen so arrangiert, dass sie auch in Gottesdiensten und anderen kirchlichen Anlässen gespielt und gesungen werden können. Zu allen Songs werden auch die Partituren veröffentlicht, damit Kirchgemeinden sie in ihr Repertoire aufnehmen können. «Mit den Live-Versionen wollen wir aufzeigen, wie das gelingen könnte», sagt Dennis Thielmann, der Songs of Peace zusammen mit seiner Frau Karin Franz leitet. Am besten passen die Lieder seiner Meinung nach in eine liturgische Form, die Raum lässt für Stille und Meditation, für Wiederholungen und Textlesungen, für Achtsamkeitsübungen und spirituellen Tiefgang.
Musik mit theologischer Tiefe
Vom Stil her lehnt sich die Musik von Songs of Peace an World Music, Taizé und das Singer-Songwriter-Genre an. Inhaltlich stehen friedenstheologische Glaubensüberzeugungen im Zentrum. Die Songs werden teils selbstgeschrieben oder basieren auf bereits bestehenden Texten, Gedichten und Gebeten. «Wir suchen immer nach Inhalten, die lebensnah und ehrlich sind und neben Lob und Dankbarkeit auch den Zweifeln Platz lassen», erklärt Dennis Thielmann. Zudem greifen die Liedtexte Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Schöpfungsbewahrung und Gottes Leidenschaft für eine bessere Welt auf und motivieren dazu, Jesus im Alltag nachzufolgen.
Auf zusätzliche Unterstützung angewiesen
Songs of Peace ist am Bildungszentrum Bienenberg entstanden, inzwischen aber als eigenständiger Verein organisiert. Das Projekt wird durch Spenden finanziert. Dazu gehören namhafte Beiträge von Stiftungen und Partnern. Gleichzeitig gibt es den Songs of Peace-Freundeskreis, eine Gruppe von Privatpersonen, die das Projekt mit einer monatlichen Spende von mindestens 30 Franken mittragen.
Der jährliche Spendenbedarf liegt bei 105’000 Franken, wovon der Grossteil zur Deckung der Lohnkosten von Dennis Thielmann und Karin Franz verwendet wird. Für das laufende Jahr fehlen derzeit noch 42’000 Franken – entsprechend ist das Projekt weiterhin auf zusätzliche Unterstützung angewiesen. «Wir sind daher laufend auf der Suche nach weiteren Beiträgen von Stiftungen und Organisationen – und auch der Freundeskreis darf noch deutlich wachsen», sagt Dennis Thielmann.
Wer die Anliegen von Songs of Peace teilt, ist herzlich eingeladen, sich anzuschliessen. Der Beitritt ist einfach über die Website von Songs of Peace möglich.
Text:
Simon Rindlisbacher










