Ein breites Bündnis internationaler Kirchenorganisationen hat angesichts der militärischen Eskalation im Nahen Osten zu einem sofortigen Waffenstillstand und zur Rückkehr zu diplomatischen Verhandlungen aufgerufen. Zu den Unterzeichnenden der gemeinsamen Erklärung gehört auch die Mennonitische Weltkonferenz.
Auslöser der aktuellen Eskalation sind militärische Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran sowie die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei am 28. Februar 2026. Die darauf folgenden Vergeltungsangriffe Irans haben zu einer militärischen Konfrontation geführt, deren Auswirkungen inzwischen mehrere Länder des Nahen Ostens und darüber hinaus betreffen.
Neben der Mennonitischen Weltkonferenz tragen unter anderem der Ökumenische Rat der Kirchen, der Lutherische Weltbund, die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, der Weltrat Methodistischer Kirchen, der Rat der Kirchen im Nahen Osten, die Christliche Konferenz von Asien sowie die kirchliche Hilfsorganisation ACT Alliance die Erklärung mit. Darin äussern die Organisationen ihre «tiefe Besorgnis» über die humanitären und gesellschaftlichen Auswirkungen des sich ausweitenden Konflikts und über die Gefährdung von Frieden und Sicherheit in der Region und weltweit. Besondere Sorge äußern die Kirchen über die Situation der Zivilbevölkerung. Die Organisationen betonen, dass alle Konfliktparteien verpflichtet seien, Zivilisten zu schützen und zivile Infrastruktur nicht anzugreifen.
Der Appell gründet nach Angaben der Organisationen sowohl im Völkerrecht als auch im christlichen Glauben. Krieg sei mit Gottes Willen für die Menschheit unvereinbar. Frieden sei eine moralische und geistliche Verpflichtung und könne nicht durch militärische Gewalt erreicht werden. Die Unterzeichnenden rufen Kirchen sowie Christinnen und Christen weltweit dazu auf, für Frieden im Nahen Osten und in allen Konfliktregionen zu beten. (Mennonews.de/SR)










