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Konferenz der Mennoniten der Schweiz (Alttäufer)
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11-03-2010
Wer sind die Mennoniten? PDF Drucken

ImageDie Mennonitengemeinden der Schweiz (früher als Altevangelische Taufgesinnte bezeichnet, bisweilen auch als „Alttäufer“) bilden eine christliche Glaubensgemeinschaft, die sich an den Aussagen der Bibel orientiert und zur weltweiten christlichen Kirche gehört. In der Schweiz sind heute 14 Gemeinden – verteilt über die Regionen Jura, Bern, Emmental und Basel – mit rund 2'500 Mitgliedern in der Konferenz der Mennoniten der Schweiz (KMS) zusammengeschlossen.

Entstehung und Entwicklung

Die Mennoniten finden ihren Ursprung in der Täuferbewegung derReformationszeit im frühen 16. Jahrhundert und gelten als ältesteprotestantische Freikirche. Anders als das mit obrigkeitlichem Zwangdurchgesetzte Modell der Volkskirche, schwebte den Taufgesinnten eineGemeinde vor, die auf freiwilliger Mitgliedschaft basieren und von derRegierung unabhängig sein sollte. Im Januar 1525 begannen darum einigeehemalige Mitarbeiter und Freunde Zwinglis in Zürich mit der Taufe vonErwachsenen, welche auf diese Weise freiwillig ihren Glauben bezeugten.Etwa zur gleichen Zeit entstanden auch andernorts in Europa ähnlicheBewegungen, welche man insgesamt als «Radikale Reformation» bezeichnet.

ImageDurch ihre Kritik an einer in ihren Augen unheilvollen Allianz von Kirche und Obrigkeit zogen Täuferinnen und Täufer bald den Zorn der Mächtigen auf sich. Trotz rasch einsetzender Verfolgung verbreitete sich die Bewegung der "Wiedertäufer" quer durch Europa und später auch nach Nord- und Südamerika.

Der Name "Mennoniten" führt auf den Niederländer Menno Simons (1496-1561) zurück.

In der Schweiz war die Geschichte der Bewegung während dem 18. und 19. Jahrhundert vorwiegend von der harten Unterdrückung im Bernbiet geprägt und von der Auswanderung in den Jura, wo die Täufer toleriert wurden und sich in ihren Bauernhäusern versammeln durften. Anfangs 18. Jahrhundert kam es zur Abspaltung einer konservativen Gruppe um Jakob Amman von den übrigen Täufern – damit nahm die Geschichte der Amischen ihren Anfang.

Aufgrund der Auswanderung vieler Täuferinnen und Täufer nach Nord- und Süd­amerika (17. bis 20. Jahrhundert) sowie in Folge missionarischer Tätigkeit sind Mennonitengemeinden heute auf allen fünf Kontinenten zu finden. Sie sind in der Mennonitischen Weltkonferenz zusammengeschlossen, die im Jahr 2005 ihr 80jähriges Bestehen feiern konnte.

Die leidvolle Geschichte der Verfolgung wurde im Verlauf der letzten Jahrzehnte in verschiedenen Versöhnungsprozessen aufgearbeitet. Aus dem früheren Gegeneinander und späteren Nebeneinander ist manchenorts längst ein Miteinander von Landeskirchen und täuferischen Gemeinden geworden.

Selbstverständnis

ImageDas Fundament ihres Glaubens bildet das Wort Gottes, dieBibel. Im Zentrum ihres Anliegens steht die gelebte Nachfolge Jesu. Wersich zum dreieinigen Gott bekennt und seine Erlösung annimmt, wird aufeigenen Wunsch und als Zeichen dieses Bekenntnisses getauft(Bekenntnistaufe). Es werden sowohl Taufe durch untertauchen als auchdurch besprengen praktiziert.

Die Gemeinde feiert das Abendmahl als Zeichen der Gemeinschaft und in Erinnerung an das Erlösungswerk Jesu Christi.

Aus dem Glauben erwächst – geführt durch den Heiligen Geist – eine neue Erkenntnis, die sich auf das alltägliche Leben überträgt. So bilden etwa das Friedenszeugnis, soziales Engagement und die Gastfreundschaft wichtige Werte.

Die Mennoniten in Zahlen

Image Schweiz: 14 Gemeinden mit etwa 2'500 Mitgliedern

Europa: ca. 400 Gemeinden in 15 Ländern und etwa 52'000 Mitgliedern.

Weltweit: auf allen Kontinenten, in 75 Ländern, rund 1.5 Millionen Mitglieder

 

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